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Rasseportrait Maine Coon

Die Maine Coon hat den Namen vom Waschbären, die Treue vom Hund, die Robustheit der Amerikanischen Trapper und ist doch durch und durch eine Katze: Ein Prachtstück, mit stattlichem, kantigem und kräftigem Äußeren, hinter dem sich eine unerwartet liebevolle Seele, eine Spielernatur und eine Herrscherin mit sanfter Kralle verbirgt.

Die Maine Coon gehört zu der größten Hauskatzenrasse die es gibt. Sie hat sich an der Ostküste in Nordamerika auf natürliche Weise entwickelt. Dem dortigen rauhen Klima mit heißen Sommern und kalten Wintern ist sie optimal mit einem leicht ölig wirkenden, wasserabweisenden Deckhaar und gut wärmender Unterwolle angepasst. Die ursprüngliche Maine Coon ist eine Tabby-Katze in Braun und Schwarz. Mit dieser Zeichnung war sie optimal in den ausgedehnten Waldgebieten von Maine getarnt. Heute gibt es sie in den Farben weiß, schwarz, silber, rot, creme, blau, schildpatt, tabby, smoke und auch Kombinationen außer Siam, Burma oder auch anderen Maskenzeichnungen.

Die Maine Coon Katze,
der sanfte Riese

Amerikas einheimische Katzenrasse Nummer 1 ist die Maine Coon. Ihr Ursprung ist ungewiss - wie bei allen sogenannten "natürlichen" Katzenrassen und es existieren mehrere Geschichten über ihre Herkunft. Eine davon macht sie zum Kreuzungsprodukt zwischen einer kurz-haarigen Hauskatze und einem Wasch-bären ....selbstverständlich genetisch völlig unmöglich!

Eine weitere sehr romantische Version erzählt von einem Seefahrer namens Kapitän Samuel (oder Stephen) Clough, einen der Hauptverantwortlichen an der Verschwörung, Königin Marie Antoinette aus Frankreich herauszuschmuggeln und nach Wiscasset in Maine zu bringen. Der Beweis, dass dies nicht gelungen sein kann ist Geschichte. Kapitän Clough hat aber andererseits einige der Besitztümer der Königin nach Maine gebracht, darunter auch sechs Langhaar-Katzen, die er als Haustiere hielt und die so Teil des Grundstockes der Maine Coon-Zucht wurden.

Eine andere Geschichte und ein anderer Kapitän, nun "Coon" genannt, soll während der Kolonialzeit Perser- und Angora-Katzen an verschiedene Häfen der Küste Neu-Englands gebracht haben. Die dort geborenen langhaarigen Kätzchen nannte man "Coon´s Katzen". Dann gibt es noch die Version, dass die Vorfahren der Maine-Coon, Norwegische Waldkatzen gewesen sein, die mit den Wikingern nach Neu-England kamen. Die Russen brachten Langhaarkatzen und die französischen Händler Hauskatzen von den Pyrenäen - sie alle zusammen ergaben die Maine-Coon.
So hübsch diese Geschichten auch sind, viel wahrscheinlicher ist, daß die Maine-Coon aus Kreuzung vieler verschiedener Typen von Langhaarkatzen hervorging, die Seefahrer mitgebracht haben. Die Maine Coon ist der Beweis für das Überleben der Stärksten. Es überlebten die Katzen, die das beste Fell für das rauhe Klima von Maine hatten und die am besten unter den Nagetieren auf den Farmen aufräumen konnten. So ist allmählich die Maine Coon von der Natur selbst geschaffen worden.

Ein Blick auf die Ausstellungen im 19. Jh. zeigt, dass die Rasse damals schon sehr beliebt war. 1878 gewann eine schwarz-weiße Maine Coon die Best-in-Show im Madison Square Garden. Doch dann geriet die Rasse in Vergessenheit, bis sie in den fünfziger Jahren als ausgestorben galt. Natürlich entsprach dies nicht der Wahrheit. Eine kleine Gruppe Maine Coon Züchter gründete 1968 die Maine Coon Breeders and Fanciers Association und nach harter Arbeit wurde die Rasse schließlich in allen großen Katzenzuchtverbänden wieder anerkannt. Seit dem nimmt ihre Beliebtheit ständig zu.

Eine Maine Coon ist eine große Katze, die sich bis zum 4. Lebensjahr entwickelt. Sie soll vor allem Kraft und Harmonie ausstrahlen und ein freundliches und gütiges Wesen haben. Die Stimme ist sehr leise. Das Fell ist unterschiedlich lang, am längsten am Bauch, den Hosen, am langem Schwanz und am, im Winter üppigen, Kragen. Das Fell macht einen leicht zottigen Eindruck, obwohl es von seidiger Struktur ist.

Es filzt außer im Fellwechsel nicht. Die Ohren sollen groß und hoch angesetzt sein und möglichst kleine Luchspinsel tragen. Die Beine sollen lang und kräftig sein, die Pfoten groß, rund und mit Schneeschuh-Büscheln an der Unterseite versehen. Der Kopf ist mittellang und die Schnauze wirkt aus jedem Blickwinkel viereckig. Die Wangenknochen sind hoch und gut entwickelt. Die Nase ist leicht konkav hat aber keinen Stop. Die Augen sind groß, offen und leicht schräg gestellt mit eulenhaftem Ausdruck. Alle Augenfarben und fast alle Fellfarben sind anerkannt.

Alle Merkmale einer Maine Coon müssen in Harmonie zu einander stehen. Übertriebene Merkmale wie riesige Fledermausohren oder zu hohe Beine sind Fehler. Nur bei Jungtieren dürfen die Proportionen übertrieben erscheinen, sie rücken mit fortschreitendem Wachstum an den richtigen Platz.

Die Maine Coon darf ihre typischen Eigenschaften nicht durch Extremzucht verlieren, sie muss eine großrahmige, kräftige, robuste und freundliche Katze bleiben, denn dafür lieben sie ihre Fans.

Die Maine Coon Katze im Porträt Perfekte Symbiose aus Wildheit und Sanftmut

Die Maine Coon Katze ist seit 1985 das Nationaltier - die state cat - des US-Bundesstaates Maine. Der im Nordosten der USA gelegene Staat zeichnet sich durch Waldreichtum und kalte Winter aus. In der kalten Jahreszeit schützt das lange, dichte und wasserabweisende Fell die Katze, kleine Fellbüschel zwischen den Zehen wärmen die Pfoten. Der buschige Schwanz ist mindestens so lang wie der Körper selbst. Auch für diese Eigenart der Rasse ist die Herkunft entscheidend: Der Schwanz kann zum Schutz vor der Kälte einmal um den Körper geschlungen werden.

Weitere Merkmale der Maine Coon Katze:
Der Kopf ist etwas länger als breit, die Augen stehen weit auseinander und die Schnauze ist recht breit. Die Ohren stehen weit auseinander und sind breit im Ansatz. Besonderheit hier: die Luchspinsel an den Ohren. Das Fell ist an Kopf und Schulter kurz und wird zu Schwanz, Hinterbeinen und Bauch hin allmählich länger. Das dichte Fell an den Hinterbeinen wirkt häufig wie eine „Pluderhose.“ Mit zunehmendem Alter wächst bei den Maine Coon Katzen eine Halskrause. Sie zählt zu den größten und schwersten Hauskatzen. Im Durchschnitt wiegt ein ausgewachsener Kater 5 - 9 kg und eine Katze 4 - 6,5 kg. In der Länge erreichen sie 100 bis 120 cm von der Nase bis zur Schwanzspitze. Doch es geht auch anders, wie Kater Stewie aus Reno (US-Bundesstaat Nevada) beweist: Er hat es mit seinen 123,2 cm als längste Hauskatze der Welt in das Guiness Buch der Rekorde geschafft.

Was ihre Wesensmerkmale angeht, werden diese Katzen häufig mit Hunden verglichen. Ihr Bezug zum Menschen ist sehr eng, sie sind anhänglich und brauchen viel Aufmerksamkeit. Eine weitere „Hundeeigenschaft“ dieser Rasse ist ihre Vorliebe zum Apportieren. Erstaunlich: Herrchen oder Frauchen wirft die Stoffmaus und die Maine Coon bringt sie zurück. Und was als rassetypische Eigenart bei Katzen wirklich hervorsticht: Sie spielen gerne mit Wasser. Fragt man Maine Coone Halter nach einer Besonderheit der Rasse, werden viele mit Sicherheit auf Stimme und Kommunikation eingehen. Wer glaubt, dass Katzen nicht mehr als das „Standard-Miau“ im Repertoire haben, muss seine Meinung revidieren. Diese stattlichen Katzen haben eine ganz zarte, leise und hohe Stimme. Sie kommunizieren gerne und viel untereinander, aber auch mit den Menschen. Doch damit nicht genug - die Maine Coon kann gurren wie eine verliebte Taube. Das Gurren nutzen sie für verschiedene Emotionen: Wohlbefinden, Begrüßung, Unmut.

Doch woher kommt diese wilde und sanfte Katze, die mit ihren Wesenszügen an einen Hund erinnert? Der Name geht zurück auf den US-Bundesstaat Maine und auf Englisch „raccoon“ für Waschbär, aufgrund der Ähnlichkeit zu diesem. Um die Herkunft der Katze ranken sich viele Legenden und Mythen, in der auch die französische Königin Marie Antoinette und der Wikinger Leif Eriksson eine Rolle spielen. Am wahrscheinlichsten ist jedoch, dass die Entwicklung der Maine Coone Katze auf die natürliche Selektion nach Darwin zurückgeht. In den kalten schneereichen Wintern von Neuengland konnten diejenigen Katzen überleben, die am besten an den Winter angepasst sind – und das war die Maine Coon.

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